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Erbrecht

Erbrecht

 Das Rechtsgebiet des Erbrechts hat viele Facetten. Die Vorschriften des Erbrechts sind häufig kompliziert und werden durch zahlreichen Gerichtsentscheidungen immer weiterentwickelt und neu geprägt. Daneben hat das Erbrecht eine sehr emotionale Komponente. Nach einem Todesfall in der Familie werden erbrechtliche Konflikte häufig sehr unsachlich und gefühlsbetont geführt, da bei der Gestaltung eines Testaments und beim Vererben sowohl die Zuneigung als auch das persönliche Empfinden eine überwiegende Rolle spielen.

Neben der rechtlichen Prüfung Ihres Anliegens, ist es daher für eine kompetente und individuelle anwaltliche Beratung und Vertretung, immer auch notwendig, Ihre familiäre Situation, die bestehenden Geflechte an Beziehungen sowie natürlich Ihre Erwartungen und Ziele so konkret wie möglich zu erfassen.

Unsere Beratungsleistung im Erbrecht umfasst insbesondere:


 

Prüfung und Geltendmachung von Pflichtteilsansprüchen

Der Gesetzgeber hat geregelt, dass Abkömmlinge/Kinder, Ehegatten und wenn keine Kinder vorhanden sind, die Eltern eines Erblassers auch dann nicht vollständig leer ausgehen sollen, wenn sie vom Erblasser durch eine letztwillige Verfügung von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen oder unter den sogenannten Pflichtteil gesetzt wurden.

Dieser Pflichtteilsanspruch besteht in der Hälfte des Wertes, den der Pflichtteilsberechtigte als gesetzliches Erbe erhalten hätte.

Der Pflichtteil wird jedoch nicht automatisch ausgezahlt, sondern muss gegenüber den eingesetzten Erben ausdrücklich geltend gemacht werden, andernfalls verjährt er nach drei Jahren. Vor allem die Fragen, was zum Nachlass gehört und wie die einzelnen Nachlassgegenstände zu bewerten sind, löst häufig Streit aus, da der gesamte Nachlasswert die Höhe des von den Erben auszuzahlenden Pflichtteilsbetrags bestimmt.

Wir helfen Ihnen Ihre Pflichtteilsansprüche geltend zu machen und wenn nötig, auch gerichtlich durchzusetzen.


 

Letztwillige Verfügungen

Eine letztwillige Verfügung kann durch Testament oder aber auch durch einen Erbvertrag geregelt werden. Weiterhin spielen Vermächtnisse Auflagen oder auch die Anordnung der Testamentsvollstreckung eine Rolle. Nach der gesetzlichen Erbfolge sind die Abkömmlinge also die Kinder des Erblassers und die Ehegatten bevorzugte Erben. Danach kommen die Eltern des Erblassers und deren Kinder. Durch eine letztwillige Verfügung, zum Beispiel ein Testament, kann der Erblasser seinen Nachlass aber auch anderweitig regeln. Insbesondere kann durch Testament oder einen Erbvertrag die gesetzliche Erbfolge abgeändert oder ausgeschlossen werden, soweit das Gesetz dies zulässt.


 

Auslegung von Testamenten

Oft werden Testamente ohne professionelle Unterstützung verfasst. Damit werden oft missverständliche oder mehrdeutige Formulierungen bzw. Begriffe verwendet oder gegen Formvorschriften verstoßen. Ist das Testament nicht bereits wegen zwingender Formvorschriften unwirksam, ist es im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften auszulegen. Bei der Auslegung von Testamenten ist es Ziel, den wahren Willen des Erblassers zu ermitteln.

Wir helfen Ihnen bei der Auslegung von Testamenten, deren Inhalt nicht eindeutig zu verstehen ist.


 

Erbauseinandersetzung

Häufig ist nicht nur eine einzelne Person als Erbe bedacht. Sind mehrere Erben vorhanden, bilden sie eine Erbengemeinschaft. Der Nachlass besteht regelmäßig nicht nur aus liquiden Mitteln, sondern beispielsweise auch aus Grundstücken, Sammlungen, Fahrzeugen und einer Vielzahl von einzelnen Nachlassgegenständen. Um diesen endgültig unter den einzelnen Miterben aufzuteilen, ist eine Regelung notwendig, wie der Nachlass auseinandergesetzt wird. Dies bietet häufig Anlass zu Streit.

Wir unterstützen Sie, um eine in der Verhandlung mit Ihren Miterben, um möglichst schnell und einvernehmlich eine faire Regelung zu finden. Sollte trotz aller Bemühungen keine einvernehmliche Lösung gefunden werden, beraten und vertreten wir Sie bei der Erstellung eines dann notwendigen Teilungsplans und klagen diesen für Sie, wenn notwendig, auch gerichtlich ein.